1. Home
  2. »
  3. Beträge
  4. »
  5. Blog
  6. »
  7. Vaji bedeutet Pferd!

Vaji bedeutet Pferd!

Eine Erfahrung der letzten Jahre haben wir alle gemein: die Pandemie nimmt keine Rücksicht auf den Einzelnen, rüttelt an Existenzen, durchkreuzt Pläne und stellt vor allem unser Bedürfnis nach Nähe, Berührung und einem erfüllten Liebes- und Sexualleben vor neue Herausforderungen. Oder auch unsere Sehnsucht nach Ruhe und Abstand. Was wir besonders brauchen zur Emotions- und Stressregulation und zur Entwicklung von Perspektiven für ein gutes Leben sind konkrete Hilfen auf verschiedensten Ebenen. Strategien, die darüber hinausreichen, uns an einen Geburtsvorbereitungskurs denken zu lassen: „Schmerz spüren, in ihn hineinatmen, loslassen, Kraft tanken.“

Ayurveda ist nicht nur eine ganzheitliche Medizin, sondern hütet auch einen großen Wissensschatz bezüglich erfüllter Liebe, Sexualität und Partnerschaft. Sex gilt neben Ernährung und Schlaf als eine der „drei Säulen des Lebens“ und das Fazit der indischen Sexualforschung lautet: „Du kannst mit oder ohne Sex zur Erleuchtung kommen. Wichtig ist, dass du mit ganzem Herzen dabei bist.“

Die ayurvedische Kräuterlehre Dravjaguna bietet viele Rezepte, welche unsere Entspannung, Erotik, Sinnlichkeit und Libido unterstützen können um z.B. den Hormonhaushalt zu balancieren, die Geschlechts- und Fortpflanzungsorgane zu nähren, oder die Samenproduktion anzuregen. Einen großen Platz nehmen dabei Aphrodisiaka ein, welche Vajikarana genannt werden. Vaji bedeutet Pferd! Welche Gewürze sind Dein Ding oder wie wird aus Deiner Hausmannskost ein Gourmetmenü?

  • Aphrodisiaka für die Frau sind zum Beispiel Nelken, Damiana, Rose, Safran, Yamswurzel und Shatavari, für Männer sind es Ghee, Bala, Ginseng, Süßholz, Sesam und ebenso Shatavari und Yams.
  • Ashwagandha und Shatavari fördern sexuelle Energien. Ashwagandha bedeutet auch Pferdestärke und Shatavari „die, die hundert Männer haben kann“.
  • Scharfe Pfeffersorten und die Chilischote machen heiß, stimulieren die Bildung von Glückshormonen und vertreiben Dumpf- und Trägheit (zuviel scharf hat den gegenteiligen Effekt).
  • Muskat ist eines der besten Heilmittel zur Beruhigung, gegen vorzeitigen Samenerguss und löst Krämpfe aller Art. Noch stärker aphrodisierend ist die safranfarbene Muskatblüte.
  • Knoblauch wird als wichtigstes Regenerationsmittel gelobt, senkt den Cholesterinspiegel, beseitigt Stoffwechselschlacken und wirkt auch stark aphrodisierend.
  • Der Granat-, auch Liebesapfel genannt, wirkt stimulierend, baut unsere Fortpflanzungsgewebe auf und ist generell ein bewährtes Well-Aging-Mittel.
  • Auch Mandeln und Datteln sind ein wirkungsvolles Verjüngungsmittel, nähren und aphrodisieren.

Ein Rasayana (Regenerationsmittel) wird hergestellt, indem man geschälte Mandeln für mindestens eine Woche in Honig einlegt. Täglich genießt man 3 dieser Mandeln mit etwas heißer Milch als ersten Frühstücksgang.

  • Ashvagandha (Withania Somnifera), die Schlafbeere, auch Winterkirsche genannt, zählt im Ayurveda zu den wirkungsvollsten Aphrodisiaka, denn sie verbessert die sexuelle Kraft und Ausdauer, sowie die Fortpflanzungsfunktionen. Ebenso ist sie eine klassische Anti-Stress-Pflanze, die bei körperlicher und geistiger Erschöpfung verabreicht wird. Für diese Zwecke werden 2 bis 3 g Ashvagandha Pulver täglich mit etwas warmer Milch und Honig verrührt eingenommen.

Das Fortpflanzungsgewebe wird im Ayurveda als Shukra bezeichnet und in den ayurvedischen Texten als «flüssig, ölig, kühl, dicht, süsslich» und dem Wasserelement zugehörig beschrieben. Bei dessen Aufbau spielt die feinstoffliche Substanz Ojas eine wichtige Rolle. Diese resultiert aus glücklichen Gedanken, einer funktionierenden Verdauung und unserem Leben ganz allgemein. So bedingen sich unsere Zuneigung, feinen Regungen und körperlichen Milieus.

Je nach Typ, Alter und Lebenssituation begleitet uns Sexualität in unterschiedlichster Form und Intensität, entscheidend für unser Sexualleben ist dabei nicht nur unsere Vitalität, sondern der individuelle Mix der Bioenergien Vata, Pitta und Kapha. Eines ist sicher: Pflegen wir für die persönliche Konstitution eher ungünstige sexuelle Gewohnheiten, verlieren wir an Lebenskraft. Zur Orientierung (!): Ayurveda empfiehlt dem zarten Vata-Typ 1-2 mal pro Monat Sex, dem kräftigen Kapha 2-3 mal pro Woche und dem feurigen Pitta alle 2 Wochen. Viel Spaß bei der Suche nach den kapriziösen Minuten oder Sekunden!

Schreibe einen Kommentar

Produkt zum Warenkorb hinzugefügt!
0 Artikel - 0,00