Ghee, das Lebenselixier des Ayurveda

  • ist verjüngend und zellregenerierend
  • ist kühlend und entsäuernd, d.h. Pitta und Vata reduzierend
  • unterstützt Stoffwechsel und Abwehrkraft
  • hilft gegen Sodbrennen, senkt den Cholesterinspiegel
  • dient der Entgiftung, da es Gifte bindet und diese ausleitet
  • ist ein Transportmittel für Heilstoffe
  • intensiviert Geschmäcker, bewahrt Vitamine beim Dünsten
  • stärkt die Verdauungskraft und den Appetit
  • ist ein natürlicher Radikalfänger und schützt dadurch die Zellen
  • stärkt die Sehkraft
  • ist leichter verdaulich als andere Fette
  • ist das beste und gesündeste Fett zum Kochen
  • enthält Vitamin A, E, Niacin, Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Eisen

Die Gheemenge soll individuell angepasst werden, da zu große Mengen das Verdauungsfeuer löschen. 2 TL Ghee täglich machen fit für ein langes, gut „geöltes“ Leben!

GHEE IST DAS BESTE FETT ZUM KOCHEN, da man es im Gegensatz zu kaltgepressten Ölen sehr hoch erhitzen kann. In der ayurved. Küche erhitzt man am Anfang des Kochvorgangs immer das Ghee und gibt dazu die verschiedenen Gewürze, da diese sich erst im heißen Fett öffnen und ihre volle Wirkung entfalten. Erst wenn die Gewürze zu duften und schäumen beginnen, gibt man ger. Ingwer, Knoblauch, Gemüse dazu.

ZUBEREITUNG: Circa 1 kg Butter in einem Topf mit dickem Boden auf kleiner Stufe (3-4) erhitzen. Sobald die Butter zu kochen beginnt, verdampft das Wasser, solange weitermachen (circa 30) bis kein Dampf mehr aufsteigt. Sollte sich Schaum auf der Oberfläche bilden, diesen abschöpfen und wegleeren. Danach nicht mehr umrühren!!!! Das Eiweiß setzt sich auf dem Grund ab, am Anfang sieht das Ganze noch milchig aus. Das Wasser perlt solange vom Grund auf bis keines mehr vorhanden ist. Goldgelb muss es sein. Es ist dann fertig, wenn Du einen Teller über den Topf hältst und dieser nicht mehr beschlägt (also keinerlei Wasser mehr vorhanden ist). Das Ghee vom Herd nehmen, eine halbe Stunde abkühlen lassen und durch ein feines Haarsieb und ein feuchtes Stofftaschentuch in einen Rextopf oder in ein Schraubglas filtern. Den Belag am Topfboden ebenfalls entsorgen. Ghee im Glasgefäß an einem dunklen Ort (nicht im Kühlschrank) lagern, es ist monatelang haltbar.

Ghee, innerliche und äußerliche Anwendung

Da Ghee kühlt und entschlackt, kann es äußerlich, wo Kühlung not tut, angewandt werden.

Bei Trockenheitszuständen (Haut, Haare, Verstopfung, Nervosität): morgens 1 TL Ghee im heißen Tee auf nüchternen Magen trinken.

Bei Erschöpfung, Erkältung, Kopfweh: Heisses Fussbad mit einem Teelöffel Basensalz, die Füsse mit Ghee massieren, Salz auf die Fussohlen auftragen, Socken drüber und ins Bett!

Ghee, also Butterreinfett in hoher Qualität und aus biologischer Herkunft ist ein verkanntes „Superfood“ und versorgt den Körper mit wichtigen Vitalstoffen: hochwertige Fette und fettlösliche Vitamine. Wegen seiner Ähnlichkeit mit den körpereigenen Fetten, die unsere Gewebe und unsere Haut geschmeidig halten, ist Ghee auch hervorragend für äußere Anwendungen geeignet. Auch in der ayurvedischen Küche ist Ghee unverzichtbar. Durch seinen hohen Flammpunkt eignet es sich hervorragend zum Anbraten von Gewürzen und Gemüsen, ohne dass schädliche freie Radikale entstehen. Dem fertigen Essen beigefügt, wirkt Ghee nährend für den ganzen Körper und hat einen entzündungshemmenden Effekt auf die Schleimhäute des Magen-Darmtrakts.

  • Ghee und Verdauungssystem

Durch den Stress des modernen Lebens und durch die Anwendung von Fertig-Nahrungsmitteln, leidet heute ein großer Teil von Menschen an Entzündungen des Magen- Darmtrakts. Diese werden oft als Nahrungsmittelunverträglichkeiten, als Lactose- und Fructoseintoleranz, als Histaminintoleranz oder Leaky Gut („der löchrige Darm“) diagnostiziert. Ghee beinhaltet die Fettsäuren, die eine gesunde Darmwand für die Bildung dichter Schleimhäute braucht. Ein gesunder Darm ist Garant für Gesundheit im übrigen Körper. Denn nur dann, wenn der Darm intakt ist, kann der Körper die Vitalstoffe vollständig aus der Nahrung aufnehmen und die Abfallstoffe des Stoffwechsels restlos ausscheiden.

  • Ghee und Nervensystem

Unser Gehirn und unsere Nerven sind im Grunde genommen nur „hochspezialisiertes Fettgewebe“. Durch eine Ernährung mit minderwertigen Fetten, die noch dazu arm an den Fettlöslichen Vitaminen A, D und E ist, kann das Nervensystem nicht die Nährstoffe bekommen, die es für seine dauernde Regeneration braucht. Verlust von Spannkraft, Leistungsfähigkeit, Gedächtnis und emotionaler Stabilität sind die Folgen. Ghee wird im Ayurveda sowohl als Reinsubstanz als auch in Verbindung mit Heilkräutern als wichtiger „Hirndünger“ eingesetzt.

  • Äußere Anwendung

Nicht nur die Schleimhäute, Nervenzellen und Bindegewebe im Körperinneren brauchen hochwertige Fettsäuren als Bausteine. Auch die Haut und alle Körperöffnungen verdanken ihre Elastizität und ihre Festigkeit für die Schutzwirkung des Körpers den verschiedenen Fettsäuren. Diese sind im Ghee in einer optimalen Zusammensetzung vorhanden.

  • Anwendungen bei Wunden und hartnäckiger Hornhaut

Ghee fördert die Wundheilung und unterstützt die Narbenbildung. Auch alte schmerzhafte Narben, die im Körper auch als energetisches Störfeld wirken können, sollten mit Ghee-Einreibungen behandelt werden. Sowohl auf frische als auch auf schlecht heilende Wunden kann man Ghee, wahlweise auch gemischt mit Kurkuma Pulver (Gelbwurz), zur Beschleunigung des Heilvorganges auftragen.

Ein lebenslanges Problem bereiten oft hartnäckige Hornhäute mit Klüften an den Fußsohlen und trockene Ekzeme an den Handflächen. Auch bei diesen Beschwerdebildern eignet sich Ghee hervorragend als „Heilsalbe“. Eine einfache Empfehlung ist, reichlich Ghee auf Hornhäute und Klüfte vor dem Schlafen aufzutragen und zur Schonung des Bettes die Füße oder Hände über Nacht in Plastikbeutel zu stecken.

  • Ghee und Augen

Viele Menschen leiden unter dem Problem der „trockenen Augen“. Die natürliche Befeuchtung der Augen besteht aus einem wässrigen Anteil und einem Film aus Fettsubstanzen. Umweltbelastungen, trockene Raumluft, Bildschirmarbeit und auch altersbedingte hormonelle Veränderungen führen dazu, dass der Fettfilm im Auge nicht mehr ausreichend gebildet wird. Die Folge sind gerötete und ständig tränende Augen, ein Gefühl von Kratzen und Reiben bei jedem Augenzwinkern.

Die einfachste Gheeanwendung hierfür ist das Einreiben der Augenlider mit Ghee vor dem Schlafen. Das sollte man über einige Wochen täglich machen, dann kann der Körper den nötigen Fettfilm wieder bilden. Sollte das nicht reichen, empfiehlt der Ayurveda Ghee-Augenbäder. Diese Augenbäder können sowohl in einem Ayurveda Gesundheitszentrum als auch in vereinfachter Form zuhause angewendet werden.

  • Ghee für die Nase

Durch trockene Raumluft, Staub- und Feinstaubbelastung und auch wieder durch hormonelle Veränderungen können die Nasenschleimhäute und die Schleimhäute der Nebenhöhlen austrocknen. Wenn die Trockenheit der Schleimhäute ein Problem ist, ist das Einbringen von kleinen Mengen Ghee in die Nasenlöcher ein hervorragendes Mittel zum Schutz vor Austrocknung. Ghee kann so auch zur Vorbeugung von häufigem Nasenbluten und Schnupfen, der durch trockene Heizungsluft im Winter ausgelöst wird, eingesetzt werden.

  • Vaginale Trockenheit

Viele Frauen in der Menopause leiden stark unter vaginaler Trockenheit. Abgesehen von brennenden Missempfindungen im Alltag kann diese Erkrankung zu ernsthaften Problemen in der Partnerschaft führen, weil die Trockenheit ein normales Eheleben und sexuelles Empfinden unmöglich macht. Ghee zur vaginalen Anwendung (Bio-Tampon in erwärmtes Ghee tränken und einführen) wird von vielen Frauen als „Wundermittel“ empfunden. Die vaginale Anwendung von Ghee führt sowohl bei der regelmäßigen Verwendung zur Pflege als auch im Bedarfsfall zur Erleichterung der Vereinigung zu sofortigem Wohlbefinden.

  • Ghee und Schlaf

Für Menschen mit hitzebedingten Schlafstörungen sollte Ghee nicht nur innerlich als Ernährung und als Trägersubstanz für pflanzliche Mittel verwendet werden, sondern auch äußerlich. Durch seine kühlende Wirkung trägt es dazu bei, dass Nachtschwitzen, heftige Träume und Schlafunterbrechungen gelindert werden. Um das zu erreichen, appliziert man kleine Mengen Ghee auf Stirn und Nabel vor dem Schlafen. Das Ghee wird einfach mit den drei mittleren Fingern der rechten Hand mit sanften kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn über der Nasenwurzel einmassiert. Auch rund um den Nabel massiert man 1-2 Minuten mit sanft kreisenden Bewegungen der flachen Hand im Uhrzeigersinn.

  • Ghee und Flugreisen

Bei Flugreisen empfiehlt es sich ein paar Tropfen Ghee oder Öl in Ohren und Nase zu geben bzw. diese zu „befeuchten“, um der Austrockung durch die Vata-Erhöhung, welche mit Flugreisen unweigerlich verknüpft ist, vorzubeugen.