Kochen für die ganze Familie

Ojas ist laut Ayurveda das feinste Lebenselixier und unsere Essenz, die am Ende einer gesunden Stoffwechselkette entsteht und maßgeblich unsere Immunkraft, Lebensfreude und Ausstrahlung ausmacht.

Das Ziel ayurvedischer Ernährung ist daher der Aufbau und Erhalt von Ojas, dessen Qualität als süß, ölig, schwer, glatt, weich und zusammenhaltend beschrieben werden kann. Trauben, frische Kuhmilch, Datteln, Mandeln und Avocado sind Beispiele für Nahrungsmittel aus denen viel Ojas aufgebaut werden kann.

Die typgerechte ayurvedische Ernährung in der eigenen Familie umzusetzen ist nicht schwierig und legt mit auserwählten Nahrungsmitteln und Gewürzen die Grundlage für ein langes, gesundes und vor allem glückliches Leben. Durch die liebevolle Auswahl der einzelnen Gänge, Beilagen, Salate und Gewürze wird das gemeinsame Familienessen den einzelnen Bedürfnissen angepasst.

Durch einen ausgewogenen Speiseplan mit großer Geschmacksvielfalt, frischem Gemüse, Früchten, Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen, Fetten und ausgewählten Milchprodukten wird mühelos eine gesundheitliche Balance erreicht.

Anfangs wird es nicht ganz leicht sein, gerade die jungen Familienmitglieder zu begeistern für ein typisches Ayurveda-Menü mit Reis, Dal, Gemüse und Chutney. Aber es muss ja nicht immer Curry sein! Hier braucht es viel Liebe und Lust aufs Kochen, reichlich Phantasie, gute Rezeptideen und Inspiration durch abwechslungsreiche, mediterrane und regional inspirierte Zutaten und last but not least einen intelligenten, vielseitigen Einkauf.

In diesem Coaching werden wir uns eingehend mit den einzelnen Komponenten beschäftigen, ich werde aus meinem Erfahrungsschatz als dreifache Mutter und begeisterte (Ayurveda-)Köchin schöpfen und wir sprechen darüber, wie Eure Gewohnheiten und Lieblingsessen aussehen und wie man diese in eine moderne und gleichzeitig klassisch ayurvedisch inspirierte Kost verwandeln kann.

Was sind typgerechte Universal-Heilmittel aus der Ayurveda-Küche für den Dosha-Ausgleich (Balance der Bioenergien)?

Für meinen Vata-betonten älteren Sohn mit Neigung zu Sodbrennen oder Kältegefühl kredenze ich zum Beispiel oft Süßkartoffel-Currys mit viel Ingwer und Sesamöl, welchen er gerne noch ein paar Chillitupfer hinzufügt.

Meine Pitta-betonte Tochter, die öfter Kopfschmerzen plagen, findet Linderung durch Risottos mit Kokosmilch, Spinatstrudel oder Getreidelaibchen mit viel Wurzel- und bitterem Blattgemüse. Bei ihr helfe ich mit einem Teelöffel Ghee im Morgenbrei nach und erkläre ihr warum sie lieber die Hand von der Zitrone lassen sollte.

Die wichtigsten Regeln für eine gesunde Ayurveda-Ernährung liegen in der geeigneten Menge (Achtung hier vor allem bei Kindern und Menschen ab ca. 40 Jahren), Herkunft, Kombination, Bekömmlichkeit (abhängig von der Tages-, Jahreszeiten, Gewürzen etc.) der Nahrung, einer/m liebevollen Köchin/Koch und Esskultur.

Wir wissen es aus eigener Erfahrung: ein mit Liebe zubereitetes Essen in fröhlicher familiärer Atmosphäre vermag uns Kraft und Schwung für viele Stunden, oft sogar Tage zu verleihen.

Die traditionelle Ayurveda-Ernährung ist eine vegetarische Kost, aber keine vegane Diät. Je nach Typ, Alter, Krankheitsbild etc. wird individuell entschieden, ob eine Mischkost, eine vegetarische oder vegane Diät anzuraten ist.

Grundsätzlich sagen die vedischen Schriften dass das Töten von Tieren die Seele belastet und daher der Verzehr von Fleisch, Fisch und Eiern negative Emotionen, Trägheit und Anhaftung fördert und daher gerade für Kinder nicht empfohlen wird.

Da Genuss ein Steuerungselement ist, das uns in unsere Mitte führen kann, ist aus ayurvedischer Sicht jedoch auch manche Sünde oder „Lieblings-Hausmannskost“ erlaubt, vielleicht nicht gerade supergesund, dafür aber Balsam für unsere Seele!