Gewürze im Ayurveda

Food as Medicine

„Bereits kleine Mengen von Gewürzen können die Wirkung der Nahrung verändern“ sagt die Ayurveda-Medizin, die diese durchwegs therapeutisch einsetzt (etwa als Medhya Rasayanas – Gewürze und Kräuter für das psychische Gleichgewicht).

Ingwer, Kurkuma, Safran oder Zimt sind eben weit mehr als feine Geschmacksträger der ayurvedischen Küche. Sie fördern den Appetit, verbessern den Geschmack und neutralisieren manche schlechten Eigenschaften von Lebensmitteln, wie beispielsweise Blähungen. Der fachkundige Einsatz von Gewürzen in der Ayurveda- Küche und Hausapotheke balanciert das eigene Dosha-Gleichgewicht, stärkt die Gesundheit und kann therapeutische Heilungsprozesse mehr als unterstützen. Mit der richtigen Auswahl von Gewürzen verwandeln wir unseren Alltag in ein Fest für die Sinne und schenken uns Wohlbefinden auf einer täglichen, liebevollen Basis. Denn nur ein Menue, welches alle sechs Geschmacksrichtungen in sich vereint, vermag uns auch nachhaltig wirklich zufriedenzustellen und beugt somit allerlei Heißhungerattacken vor.

Mit dem großen Wissen um die Heilkraft der Gewürze werden im Ayurveda viele weit verbreitete Zivilisationskrankheiten wie Erschöfpungszustände, Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Schlafstörungen oder Übergewicht erfolgreich (mit-)behandelt.

Somit stellt der gekonnte Einsatz ayurvedischer Kräuter und Gewürze ein intelligentes Präventionsrezept für die moderne westliche Lebenskultur dar! Dabei ist es immer wichtig, Rezepte und Menues mit einem Augenmerk auf die Jahrszeiten, sowie Konstitution und Bedürfnisse des Essers abzustimmen.

Werden Speisen nach den ayurvedischen Prinzipien gewürzt und zubereitet, müssen sie dennoch in ihrem Geschmack und Stil nicht typisch indisch sein. Sie sind vielmehr eine Synthese aus asiatischer, mediterraner und Vollwertküche, die Genuss mit wirkungsvoller Heilkost verbindet.

Komm´ auf den Geschmack!

Ein paar Beispiele für den Einsatz ayurvedischer Gewürzmischungen:

Hülsenfrüchte Gewürzmischung:

In der vegetarischen Ernährung spielen Hülsenfrüchte als Eiweißquelle eine wichtige Rolle: um diese bekömmlicher zu machen, sollte man am Anfang des Kochvorgangs diese Gewürzmischung kurz in Öl oder Ghee anbraten, dann die jeweiligen Hülsenfrüchte und Wasser zugeben. Zuletzt salzen.

Kitchari Gewürzzubereitung:

Eine Gewürzzubereitung mit leichter Süße und Schärfe gibt Kitchari und anderen Hülsenfruchtgerichten den besonderen Pepp. Kitchari ist ein traditionelles, ayurvedisches Reisgericht aus Basmatireis und Dal (gelben Mungbohnen).

Kala Namak: Schwarzes Steinsalz gemahlen

Im Ayurveda wird das schwarze Steinsalz auch Kala Namak genannt. Der leicht schweflige Geschmack gibt Gerichten eine pikante Note. Es passt am besten zu Dal und Curries oder zu Aufstrichen und fördert die Verdauung!

Kaffee-Gewürzmischung: Ein Must-have für Kaffee-Liebhaber

Kaffee ist ein Kulturgut und aus dem Leben vieler Menschen nicht wegzudenken. Die Gewürze sind so ausgewählt, dass sie Säure binden und somit den Kaffee besser verträglich machen.

Trikatu Gewürzmischung: Eine ayurvedische Besonderheit

Trikatu ist eine traditionell-scharfe Gewürzmischung für eine Unterstützung der Verdauungskräfte und den Aufschluss von Nahrung. Sie besteht aus schwarzem Pfeffer, langem Pfeffer (Pippali) und Ingwer. Außerdem verbrennt Trikatu nach ayurvedischem Verständnis Ama (Stoffwechselschlacken), weshalb es besonders zu schweren Speisen oder im Frühjahr zum Entschlacken empfohlen wird.

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