Deine Balance während der Wechseljahre

In den Jahren des Wechsels sind viele Frauen verunsichert und überrascht, wieviel diese hormonelle Umstellung tatsächlich bewirkt und leiden unter verschiedensten Beschwerden. Warum hat uns keiner vorgewarnt? Mich hat weder vor der ersten Regel, noch vor der Schwangerschaft, der Geburt oder eben auch dem Wechsel wirklich jemand „vorgewarnt“, geschweige denn „eingeführt“ oder begleitet. Daher möchte ich hier einige Anregungen für häufige Problematiken dieser Lebensphase teilen, die einfach umzusetzen sind.

  1. Ängste und innere Unruhe: Diese Zustände weisen auf einen Mangel des Hormons Progesteron hin. Folgende Heilpflanzen enthalten „Phytoprogesteron“: Walnussblätter, Mönchspfeffer und Frauenmantel (jeweils als Tee oder Nahrungsergänzung anwendbar).
  2. Hitzewallungen: Falls Dir Hitzewallungen zusetzen, so macht Dir vor allem der Mangel an Östrogen zu schaffen. Natürliche Östrogenspender sind Leinsamen und Rotklee. Auch Salbei reduziert die Körperhitze, hier ein einfaches Rezept eines Salbei-Kaltauszugs: Übergieße ein paar frische oder getrocknete Salbeiblätter mit kaltem Wasser und lasse sie über Nacht an einem kühlen und dunklen Ort stehen. Am nächsten Tag in mehreren Portionen über den Tag verteilt trinken.  Bei Hitzewallungen ist es auch unerläßlich, dass man eine basische Ernährung bevorzugt und sich beraten läßt hinsichtlich einer ayurvedischen „Pitta-reduzierenden“ Diät.
  3. Übergewicht: Viele Frauen nehmen nach Eintritt der Menopause etwas zu. Hier rate ich, die Hauptmahlzeit auf Mittag zu verlegen und abends nur sehr leicht zu essen. Zwischenmahlzeiten bitte unbedingt meiden (auch Fruchtsäfte oder Kaffee mit Milch). Zur Anregung des Stoffwechsels und um die reinigende Kraft der nun nicht mehr vorhandenen Menstruation zu ersetzen, empfehle ich ein monatliches Fasten einzuführen. Ich persönlich lege immer in der ersten Woche des Monats fünf Tage ein, in denen ich nur Heilnahrung zu mir nehme (Suppen, Eintöpfe, Gemüse, Mungobohnen, kein Getreide, nichts Festes, nichts Rohes) und zwischendurch praktiziere ich (fast:)) immer das intermittierende Fasten (wenigstens an vier Tagen der Woche nur acht Stunden täglich zu essen).
  4. Steifheit, Schmerzen des Bewegungsapparats, Gelenksschmerzen: Auch schmerzhafte Schwellungen der Gelenke oder mangelnde Flexibilität des Bewegungsapparats können eine ungeliebte Begleiterscheinung des Wechsels sein. Da die Entgiftung des Körpers, wie bereits erwähnt, nicht mehr „automatisch“ durch die monatliche Blutreinigung geregelt ist, sind auch der Stoffwechsel und die Verdauung träger bzw. sollten nicht überlastet werden. Detox heißt das neue Gebot der Stunde! Eine Heißwasserkur für ein paar Wochen kann hier stimulierend wirken: Wasser fünf bis zehn Minuten kochen, in eine Thermoskanne gießen und den ganzen Tag über schluckweise trinken.
  5. Haut und Gewebe: Das Bindegewebe oder generell die Trockenheit der Haut sind weitere „Sorgenkinder“ der Frauen in dieser Phase. Regelmäßige Ölmassagen vor der Dusche schaffen hier wirklich Abhilfe. Dazu wärmt man etwas Mandelöl, Sesamöl oder das passende ayurvedische Hautöl kurz an und reibt damit sanft den ganzen Körper inklusive der Kopfhaut ein. Das Öl läßt man mindestens 15 Minuten einwirken um die nötige Sättigung für Haut, Gelenke, Sehnen und Knochen zu erzielen. Während dieser Zeit wickelt man sich am besten in ein altes Handtuch und „chillt“! Dann unbedingt zwecks Entgiftung mit einer warmen Dusche oder einem Vollbad das überschüssige Öl abwaschen. Es bleibt trotzdem ein gewisser Film auf der Haut, der uns in Zeiten wie diesen eine Extraportion Immunkraft und Hülle verleiht. Natürlich tut es auch besonders gut, sich regelmäßig den Genuss einer ayurvedischen Ganzkörpermassage zu gönnen!
  6. Schlafstörungen: Das größte Probleme vieler Frauen in der Menopause ist leider der Schlaf. Einschlafstörungen haben oft mit einem Östrogenmangel zu tun. Durchschlafstörungen hängen hingegen mit dem Progesteron-Spiegel zusammen. Viele ayurvedische Nahrungsergänzungsmittel bzw. Kräutermischungen schaffen hier Abhilfe. Wichtig sind auch die richtige Tagesroutine und Rituale vor dem Schlafengehen, die uns bis spätestens 22 Uhr in die richtige Stimmung versetzen, um das Licht auch wirklich mit der nötigen Muße abzudrehen. Nur der Schlaf vor Mitternacht zählt hinsichtlich der nötigen erreichbaren Schlaf-Tiefe des gesamten Nachtschlafs und kann auch hinsichtlich der Träume und der so wichtigen Verarbeitung seelischer Spannungen durch nichts ersetzt werden. Ganz wichtig wäre auch Fernseh- und  Computer-Fasten in den Abendstunden. Auch eine Tasse lösender Tee oder eine (Pflanzen-)Milch mit Gewürzen, einer Prise beruhigender Muskatnuss und Honig oder ein Fussbad mit einer kleinen Fussmassage können manchmal die erhoffte Entspannung bringen.

Folgende Hilfen für diese herausfordernden Jahre kann ich Dir in unserer Praxis anbieten:

  • Ayurvedische Reinigungskuren persönlich auf Dich abgestimmt
  • Maßgeschneiderte Empfehlungen für die Ernährung während deines Wechsels
  • Eine Pulsdiagnose bzw. die Analyse Deiner bioenergetischen Situation und darauf abgestimmte Lebensstilmodifikationen
  • Ayurvedische Nahrungsergänzungen für Deine hormonelle Balance – für mehr Vitalität und Gelassenheit

Ich selbst habe diese Phase erst kürzlich hinter mich gebracht bzw. bin noch mitten drinnen. Umso mehr freue ich mich darauf, mein persönliches und ayurvedisches Wissen mit Dir zu teilen, auf ein gegenseitiges Kennenlernen und einen anregenden Austausch!

 

Schreibe einen Kommentar

*

code

Produkt zum Warenkorb hinzugefügt!
0 Artikel - 0,00